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Hunde in Not Pfarrkirchen e. V.

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Aktuelles

Galgos in großer Not

Galgos sind für die Galgueros in Spanien nur Nutztiere zur Hasenjagd und haben ein sehr hartes Leben: werden schrecklich gehalten, meist in Verschlägen oder an kurzen Ketten, müssen Leistung bringen und wenn sie dies eben nicht mehr tun, kaltherzig „entsorgt“. Jedes Jahr zur Jagdsaison (Oktober – Februar) werden tausende von Galgos aussortiert (in Tötungsstationen abgegeben, aufgehängt, ausgesetzt, in leere Brunneschächte geschmissen etc.), was für die vielen Vereine schon immer eine Zerreißprobe ist. Doch in dieser Saison hat sich eine wahre Katastrophe entwickelt: In Andalusien, wo die Hasenjagd am Verbreittesten ist, ist die Hasenseuche ausgebrochen und um die Bestände nicht noch weiter zu dezimieren, hat die Regierung eine Jagd für diese Saison verboten. Die schreckliche Folge, abertausende Galgos werden nicht mehr gebraucht und die Jäger wollen keine unnötigen Fresser durchfüttern. Die spanischen Vereine werden regelrecht überschwemmt von Abgabeanfragen, die Tötungsstationen sind voll, überall ausgesetzte Galgos, sehr viele schwer verletzte Galgos mit Knochenbrüchen usw. Dies war für uns der Anlass, dass wir (Petra, eine gute Freundin von uns und ich, Tanja) uns auf die Reise zum Tierheim Fundacion Benjamin Mehnert (kurz FBM) bei Sevilla gemacht habe, um dieses tolle Tierheim kennenzulernen und zumindest für fünf Langnasen ein Plätzchen bei uns zu ermöglichen, damit sie ein Zuhause finden können. FBM wurde von der Deutschen Gisela Mehnert gegründet, die vor vielen Jahren nach Spanien auswanderte. Von ihr wurden wir aufs herzlichste empfangen, herum geführt und alle Fragen beantwortet. Ein herzliches Dankeschön an dich, Gisela und an dein tolles Team, die alles, was in eurer Macht steht, für die Hunde tun. Für uns waren es zwei herzzerreissende Tage, so viele nach Liebe und Aufmerksamkeit bettelnde Hunde (momentan ca 800, hauptsächlich Galgos), die obwohl sie von den Jäger kaltherzig und grausam behandelt wurden, trotzdem sich so nach menschlicher Nähe und Zuwendung sehnen.

 

 

 

 

Wir besuchten die Krankenstation, wo ca 25 Galgos mit den schlimmsten Verletzungen bis zu ihrer Genesung bleiben. 

Und dann vorbei an den vielen Zwingern und Gehegen und überall strecken sich uns Langnasen entgegen, die sagen: Nimmt uns mit. Alleine in den zwei Tagen kamen 27 (!!!!) Hunde zu FBM (direkt von den Jäger abgegeben, drei Galgos, die ausgesetzt waren, konnten nach einer nervenaufreibenden und zeitaufwendigen Einfangaktion gesichert werden etc).

Bei zwei Galgos war es besonders schlimm, sie hatten große Verbrennungen am ganzen Körper, der Tierarzt vermutet entweder mit einer Chemikalie überschüttet oder hinter einem Auto hergeschleift. Wie kann man so sanften, liebevollen Tieren, so etwas antun?! Das werden wir wohl nie verstehen. Leider können wir als kleiner Verein auch nur einen winzigen Beitrag leisten und hatten die unglaublich schwere Aufgabe von diesen vielen Galgos fünf auszusuchen. Es sind dann einfach Kleinigkeiten, die dann für dich die Entscheidung treffen.

Pandora, das schwarze, etwas schüchterne Mädel, dass lieber im Hintergrund bleibt.

 

Rafael, der sanfte, verschmuste Bub, der immer ganz unauffällig Kontakt sucht und gestreichelt werden möchte.

Artemis, die weil sie Laishmaniose hat, schon über ein Jahr wartet.

 

Karim, der mit Rafael im Zwinger ist und das genaue Gegenteil von ihm ist.

 

Sofi, die so fröhlich ist und immer ihren Kopf ganz eng an dich drückt. Diese Fünf dürfen nächste Woche zu uns reisen, um von uns aus endlich ihre Familien finden zu dürfen. Gestern erreichte uns leider die schreckliche Nachricht, dass FBM keine weiteren Hunde wegen Überfüllung aufnehmen kann. Der Gedanke ist einfach niederschmetternd, was nun mit all den vielen Galgos geschieht.